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Das kleinste Weinbaugebiet des Burgenlandes nennt
sich selbst durchaus zutreffend "Weinidylle". Anfang des Jahrhunderts waren die
Winzer hier noch unter ungarischer Krone Weinhauer; heute pflegen sie
österreichische Reben in einem milden, pannonischen Klima mit intensiver,
aber nicht zu heißer Sonnenbestrahlung.
Die Weingärten liegen in einer romantischen
Hügellandschaft um den Eisenberg und um Deutsch-Schützen. Die
größte Weinbaugemeinde ist Rechnitz. Das reizende, kleine Weinmuseum
in Moschendorf ist einen Abstecher wert, ebenso die vor einigen Jahren
eingerichtete Vinothek gleich nebenan. Hier werden die in einer verdeckten
Probe ausgewählten, etwa sechzig besten Weine des Gebietes, ständig
zur Verkostung und zum Verkauf präsentiert; sie sind Zeugnis einer
Aufbruchstimmung in diesem Gebiet. Der Blaufränkisch als führende
Rotweinsorte gerät hier samtig und zartherb. Die weißen Sorten
können Rasse und Frucht entwickeln.
Eine regionale Spezialität ist der Uhudler
(Direktträger), der vor einigen Jahrzehnten noch einen größeren
Teil der Rebfläche belegte und heute im verträumt anmutenden
Weindörfchen Heiligenbrunn eine Touristen-Attraktion darstellt. |